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> Keyboard > Speziell für Yamaha PSR-SX900

Yamaha PSR-SX900 oder Genos? Eine Entscheidungshilfe.

Hallo miteinander,
immer wenn ein neues Topmodell oder eine neue Keyboard-Serie auf den Markt kommt, geht ein Ruck durch die Spieler-Gemeinde.

Soll ich mir ein neues Keyboard kaufen oder nicht? Lohnt sich das?
Letztlich muss das jeder für sich selbst entscheiden. Am Wichtigsten bleibt aber neben all den Infos, die man online oder sonstwo bekommt, das eigene Ausprobieren - also der Besuch im Musikhaus!
Aber hier ein paar essenzielle Punkte, die das PSR-SX900 vom aktuellen Yamaha Topmodell Genos unterscheidet - Stand September 2019.

Mein Fazit hier schon mal:
Wer nicht so viel Geld ausgeben und sein Keyboard gern mal ohne Musik-Anlage mitnehmen und spielen will, ist mit dem neuen PSR sehr gut bedient. So viel Keyboard gab es bei Yamaha um diesen Preis noch nie.
Wer aber Wert auf mehr Komfort und professionellere Spielbarkeit legt, und nicht so auf den Geldbeutel sehen muss, ist mit Genos besser dran.

Ansonsten findet Ihr untenstehend die wichtigsten Punkte (hab' ich alle?), in denen die beiden Keyboards einen bedeutenden Unterschied haben.

Bitte verzeiht, dass ich hier keinen Vergleich zu den PSR-Vorgängermodellen oder auch zum kleineren neuen Keyboard, dem PSR-SX700 rausbringe. Was ich nicht über einen längeren Zeitraum selbst unter den Fingern habe/hatte, überlasse ich lieber den Tests anderer! ;-)

Hier die verglichenen Punkte:

  • Display
  • Fußpedal-Anschlüsse
  • Knöpfe und Schieberegler auf der Bedien-Oberfläche
  • Line In - Eingang
  • Line Out, Main Out - Ausgänge
  • Mikrofon-Anschluss
  • Netzgerät
  • Polyphonie
  • Registrationen
  • Song Player
  • Speicherplatz & Speicher-Erweiterung
  • Tastatur
  • "USB to Device" Anschlüsse
  • Voices
  • Zuletzt: Was beim PSR-SX900 an neuen Keyboard-Funktionen dazu kommt

Display

Genos

  • Farbiges 9 Zoll LED Touch-Display und zusätzliches kleines OLED Sub-Display für die Belegungs-Anzeige von Schiebereglern und Drehknöpfen. Gegen das Display vom PSR-SX900 wirkt das Genos-Display echt riesig und ist für große Hände besser geeignet.

PSR-SX900

  • Farbiges 7 Zoll LED Touch-Display.

Fußpedal-Anschlüsse

Genos

  • 3 Anschlüsse

PSR-SX900

  • 2 Anschlüsse - was auch heißt, dass Tyros- und Genos-Registrationen beim SX900 in dieser Beziehung unvollständig sind, weil ein Pedalanschluss fehlt. Aber wer verwendet am PSR schon Registrierungen der Topklasse? ;-)

Knöpfe und Schieberegler auf der Bedien-Oberfläche

Genos

  • Große Knöpfe, Schieberegler und Schalter - auch für große Hände geeignet
  • 6 Gateway-Buttons (die weißen Knöpfe), mit denen man ganz schnell zu diesen Kategorien und Seiten kommt:
    Home (Hauptdisplay), Menu, Styles, Voices, Songs, Playlists.
  • 6 Endlosregler (Drehknöpfe) und 8 Schieberegler, die man mit sehr vielen Funktionen belegen kann,  z. B. auch mit Orgel-Zugriegeln.
  • 3 Super Articulation Knöpfe
  • Nachteil: Auf wichtige Schalter, die man oft braucht, ist die Benennung leider wie in früheren Keyboard-Zeiten aufgedruckt.
    Leider reibt sich dies im Lauf der Zeit ab. Unverständlich, dass Yamaha diesen Fehler wieder macht!

PSR-SX900

  • Kleine Schalter - hier muss man genau zielen, denn sie sind ziemlich klein.
  • Anstatt Gateway-Knöpfen gibt es je einen Knopf für Menu und Playlists. Und im Gegensatz zum Genos kann man hier über Knöpfe sofort in Style-und Voice-Ordner springen (Pop&Rock, Jazz, ... / Piano, Strings, ...)
  • Keine Schieberegler = Orgel-Zugriegel nur übers Touch-Display.
  • 2 Endlosregler (Drehknöpfe), die man mit einigen Funktionen belegen kann.
  • Nachteil: Hier ist die "Beschriftung" in wichtige Tasten eingraviert, und bereits nach kurzer Zeit sieht das extrem unappetitlich aus. Auch wegen dem weichen Gummi, welcher verwendet wird. (Etwas Fensterputzmittel wirkt Wunder... täglich!)

Line In - Eingang

Genos

  • Getrennte Buchsen für große Klinke links und rechts.

PSR-SX900

  • Kleine Klinke, ein Stereo-Eingang.

Line Out, Main Out - Ausgänge

Genos

  • 6 Ausgänge mit neuen D/A Wandlern:
    MAIN (L/L+R, R) , SUB (1, 2) , SUB (3, 4 / AUX OUT)
  • Digital Out: Stereo Digital-Ausgang CD/DAT (S/PDIF), 44.1 kHz/24 Bit

PSR-SX900

  • 4 Ausgänge: MAIN (L/L+R, R), SUB (1, 2 / AUX OUT: L/L+R, R)

Mikrofon-Anschluss

Genos

  • Kombi-Anschluss für XLR und Klinke, bei Bedarf mit 48 Volt Phantomspeisung vom Keyboard.

PSR-SX900

  • Kombinierter Gitarren- und Mikrofon-Klinken-Anschluss mit extra Gain-Regler und Umschalter.
    Für beide gibt es Einstellungs-Seiten.

Netzgerät

Genos

  • Netzadapter ist im Keyboard verbaut. Stromanschluss mit Netzkabel.

PSR-SX900

  • Externer Netzadapter.

Polyphonie

Genos

  • 256 (max.): 128 für Preset Voices + 128 für Expansion Voices

PSR-SX900

  • 128 (max.)

Registrationen

Genos

  • 10 Speicherplätze pro Bank

PSR-SX900

  • 8 Speicherplätze pro Bank

Song Player

Genos

  • 2 Audio Player, 1 Midifile Player mit extra Überblend-Regler.

PSR-SX900

  • 1 Audio Player, 1 Midifile-Player, Überblendung bei entsprechender Belegung einer der beiden Drehknöpfe (Live Controler).

Speicherplatz

Keyboard-interner Flashrom Speicher für Dateien:

Genos

  • 58 GB

PSR-SX900

  • 4 GB

Dringender Tipp:
Flashrom nur während der Bearbeitung zur Zwischen-Ablage verwenden.
End-Abspeicherung besser auf dem USB-Stick!
Siehe mein Video hier, welches für PSR und Genos gleichermaßen gilt:


Speicher-Erweiterung

Speicher-Erweiterung für neues Sound-Material (Expansion Voices):

Genos

  • Bis 2 GB

PSR-SX900

  • Bis 1 GB

Tastatur

Genos

  • 76 anschlagsdynamische "Organ/FSX" Tasten mit Aftertouch - derzeit die beste Tastatur bei den Yamaha Arranger-Keyboards.

PSR-SX900

  • 61 anschlagsdynamische Tasten ohne Aftertouch.
    Neue FSB-Tastatur - weiterentwickelt im Vergleich zu den PSR-Vorgängern, aber noch eine Stufe unter Genos.

"USB to Device" Anschlüsse

Genos

  • Drei Anschlüsse, einer davon auf dem Bedienfeld vorne gut zugängig, einer hinten, einer unten mit zuschraubbarem Fach z. B. für Auftritte.

PSR-SX900

  • Zwei nebeneinanderliegende Anschlüsse, vielleicht etwas eng für 2 dicke USB Sticks.
    Und bei langen Sticks ist die Gefahr, dass man beim Vorbeigehen dran hängen bleibt.

Voices

Genos

  • AWM Stereo Sampling, AEM Technology und bessere Soundqualität durch den größeren Soundchip
  • Nur die Topklasse hat SA2 (Super Articulation 2) Voices!
  • Ensemble Voices
  • Mehr und hochwertigere Drumkits (RevoDrums) mit Wave-Cycling Technologie (kein "Maschinenpistoleneffekt" mehr bei schneller Wiederholung des gleichen Drumsounds")
  • 28 Insertion Effekte - 8 davon allein schon für Styles

PSR-SX900

  • AWM Stereo Sampling
  • Keine SA2 Voices!
    In der SX-Mittelklasse fehlen also all die schönen Trompeten-, Saxophon, Klarinetten- Flöten-, Irish Pipe und Mundharmonika-Voices, - eine deutlich hörbare Einbuße gegenüber den Topmodellen!
  • Drumkits: Schlagzeugsounds aus den RevoDrums, aber ohne Wave-Cycling Technologie
  • 8 Insertion Effekte

Und zuletzt:

Natürlich hat Genos als das größere und teurere Keyboard mehr Voices, Styles und Multipads, und deckt damit einen noch größeren musikalischen Bereich ab.

Das PSR-SX900 ist momentan aber das neuere Keyboard, und bringt deshalb Funktionen mit, die es am Genos bis zum Betriebssystem 1.41 nicht gibt (ab OS 2.0 sind die beiden Funktionen angekündigt, Stand 5. Oktober 2019!):

  • Chord Looper: Mal schnell bis zu 8 Akkordfolgen pro Datei aufnehmen und in Schleife spielen lassen.
  • Style Section Reset: Damit springt man auch bei unvollständigen Takten direkt zum Takt-Anfang, z. B. um halbe Takte zu spielen.

Und das hat wirklich nur das PSR-SX900:

  • Vorinstallierte, kostenlose Expansion Packs (Download hier:  )
  • Und natürlich zwei kraftvolle Lautsprecher, mit denen man auch ohne extra Musik-Anlage mit dem PSR-SX900 spielen kann.

Jetzt hoffe ich, dass mein kleiner Vergleich Euch eine weitere Entscheidungshilfe geben kann, welches Keyboard das richtige für Euch ist. Ihr könnt mich bei Fragen wie immer gerne kontaktieren.

Quicktip:

Demosongs grundsätzlich zuerst im Midifile-Format aufnehmen, und dann erst als Audio-Datei.

Dann hat man noch die Chance, Falsches oder Unrhythmisches auszubessern.